Bitcoin Futures handeln


Auch die Deutsche Börse will einsteigen

Das globales Finanzsystem war schon zweimal am Abgrund. 1998 und 2008 erlebte die Wirtschaft rund um den Globus einen drastischen Sturz der Börsenkurse und trieb viele Banken, Unternehmer, Anleger, Investoren und auch Einzelpersonen aus Deutschland in den Niedergang. Neue Gesetze und Kontrollmechanismen sind entstanden und Banken wurden teilweise verstaatlicht. Derivate erfüllen in der Volkswirtschaft keine Funktion, sie dienen lediglich der Bereicherung von Spekulanten und waren maßgeblich an den Finanzkrisen beteiligt. Bei neuen Regelungen für den Derivatehandel tun sich Gesetzgeber und Politik trotzdem noch immer schwer. 

 

Die Zinsbanken haben auf die letzte weltweite Krise mit niedrigen Zinsen und dem Schaffen von enormen Geldsummen durch die Zentralbanken reagiert. Kritiker behaupten, dass nur damit das globale Finanzsystem überhaupt aufrecht erhalten werden konnte. Teilweise sind sogar negative Zinsen am Markt verfügbar, die darüber hinweg täuschen sollen, dass ein historischer Schuldenberg angewachsen ist. Trotz der offensichtlichen Gefahr von Wetten auf zukünftige Kursentwicklungen und nicht zuletzt vor allem wegen dem Hype um Bitcoin, wurden die Bitcoin Futures eröffnet.

 

Bitcoin Futures seit Dezember 2017 verfügbar

An der weltweit größten Optionsbörse, der Chicago Board Options Exchange, hat vor wenigen Monaten der Handel mit Bitcoin Futures begonnen. Langfristig sollen sie den Kurs stabilisieren, allerdings sind Experten über die Auswirkungen nicht einig. Der jüngste Kursverfall von Bitcoin & Co. soll durch genau diese Bemühungen, den Bitcoin zu zähmen und ihn zu einem regulären Finanzinstrument zu machen, verursacht worden sein. Viele Profihändler hatten im Dezember 2017 auf den weiter fallenden Kurs gewettet und damit zum ernsten Crash beigetragen oder ihn zumindest beschleunigt. 

 

Bitcoin Futures handeln

Es hat sich gezeigt, dass viele Anleger nur auf diesen Kursrutsch gewartet haben, um dann einzusteigen oder nachzukaufen. „Inzwischen ist der Markt aber überkauft“, so Ari Paul vom Krypto-Hedgefonds Blocktower Capital. Bitcoin bliebt von extremen Volatilitäten, -Schwankungen bei den Kursen, behaftet. Aber dem klassischen Finanzsystem kommt der Bitcoin-Hype sehr gelegen, denn er zieht Geld von anderen Märkten ab und dies führt zu leichten Entspannungen. Außerdem können Großinvestoren innerhalb kürzester Zeit hohe Gewinne mit den Spekulationen auf den Krypto-Kurs einfahren. 

 


Mit Bitcoin Futures auf den Kurs der Kryptowährung setzen

Bitcoin-Hype willkommen für Anleger

Die Gefahr aber bleibt, dass die Bitcoin Blase von einigen wenigen Investoren gesteuert wird. Das würde bedeutet sie könnte jederzeit nach ihren Wünschen platzen. Große Mengen an Bitcoins befinden sich in den Händen einer kleinen Gruppe aus Einzelpersonen und Investoren und die können die Kurse nach ihren Anforderungen beeinflussen. Sie bemühen sich regelrecht nach Kräften, große Mengen Kleinanleger mit ins Boot zu nehmen, damit sich der Bitcoin-Hype noch eine Weile hält. Nur solange der weltweite Krypto-Boom weiter auf so hohem Niveau läuft, sind kleine und große Anleger selbst unter höchsten Risiken bereit, ihr Geld in Kryptowährungen zu investieren. Denn Bitcoin und seine Nachahmer sind nicht wirklich „Geld“. Vielmehr handelt es sich um „Geldanlagen“. 

 

Bitcoin Futures sind Terminkontrakte 

Der Bitcoin Hype ist der größte Rausch, den die Finanzwelt jemals erlebt hat. Seine Fürsprecher sind davon überzeugt, dass der Bitcoin alle Voraussetzungen für eine Währung erfüllt. Allerdings ist das Problem bei der Sache, dass dem Bitcoin ein realer Wert fehlt. Er ist die erste Währung, die als Fiat-Währung auf die Welt gekommen ist: Es existiert keine Einlöseverpflichtung durch die Zentralbank in Gold, Silber oder ähnlichem. Bitcoin, genau wie alle anderen Kryptowährungen, ist vielmehr ein Tauschmittel. Vielmehr stehen sie für den Zerfall der bisherigen Finanzsysteme und symbolisieren, so seine Kritiker, den ersten Schritt zur Veränderung der bestehenden Machtverhältnisse. Für den BTC Future Handel bedeutet das, dass es keine physische Lieferung für den Basiswert gibt. Es sind lediglich Wetten auf die Preisbewegung und die haben zuerst für einen fieberhaften Aufschwung der Preise gesorgt. Als dann die Verträge der Anleger in Kraft traten, haben diese Ihr Risiko abgesichert, in dem sie verkauften und das führte zum Kursrutsch. Trader können also signifikante Gewinne einfahren, weil der Bitcoin Kurs stark schwankt. Und durch die Gebühren, die bei jeder Transaktion entstehen, verdienen auch die Börsen sehr gut daran. 

 

Wer wird die Kryptowährungen regulieren?

Der Bitcoin Futures sind seit knapp 8 Monaten verfügbar und können zum Beispiel an der Optionsbörse CBOE in Chicago gehandelt werden. Eine neue Wegmarke auf dem Erfolgskurs der Kryptowährung ist auch der Handle an der zweitgrößte Optionsbörse der Welt, der CME. Seine unermüdlichen Befürworter sehen in den Überlegungen der Deutschen Börse, den Bitcoin-Future Handel ebenfalls über die Terminbörse Eurex zuzulassen, ihre Bestätigung, dass der Bitcoin den Kampf gegen die Finanzelite gewinnen wird. 

 

Eine Sprecherin von Eurex hat die Überlegungen seitens der Frankfurter Börse bestätigt und ergänzt: "Wir denken über Futures nach, mit denen private Anleger und institutionelle Investoren bestehende Anlageformen in Bitcoin absichern oder auf fallende Kurse der Cyberwährung setzen können." In den USA ist noch nicht abschließend geregelt, wer für die Regulierung des Kryptomarktes zuständig sein wird. Malta und Gibraltar akzeptieren bereits die neuen Märkte und sehen einen positiven Einfluss auf die Entstehung neuer Arbeitsplätze durch die Erweiterung und den Handel mit Kryptowährungen.

Institutionelle und traditionelle Investoren zeigen großes Interesse 

 

Europas größter Hochfrequenzhändler von sogenannten ETFs, Exchange Traded Funds (Indexgebundene Fonds), ist das in Amsterdam ansässige Unternehmen Flow Traders NV. Allein im ersten Quartal 2018 handelte der Trader in Europa Exchange Traded Funds mit einem Gesamtvolumen von 143 Millionen Euro. Flow Traders NV ist der erste Anbieter von Speed-Trading, der sich öffentlich zum Handel mit Kryptowährungen auf einer regulierten Börse bekennt. Der europaweit bislang einzige Anbieter solcher Krypto-ETNs, XBT Provider, bestätigt ebenfalls das riesige Interesse und ein gigantisch gewachsenes Handelsvolumen der Krypto-Fonds. 

 

Aber auch traditionelle Investoren haben mit der Coinbase Custodian Lösung erstmals die Möglichkeit, an der weltweit größten Krypto-Börse in den Handel einzusteigen. 

 

Es werden sich auch in Zukunft immer mehr Lösungen und Wege finden, dass institutionelle Investoren im Kryptomarkt mitreden können. Das macht das Traden mit den hochriskanten Bitcoin Futures noch attraktiver. Durch Beratung und Onboarding-Prozesse werden die Kunden von professionellen Consultants begleitet. Die revolutionäre Technologie der Blockchains wird dafür sorgen, dass immer mehr Großanleger Interesse bekunden. Der Kampf um die politische Macht und gegen das Monopol der Geldschöpfung, das derzeit bei den Geschäftsbanken und den Zentralbanken liegt, hat gerade erst begonnen.