Wird die EU zur No-Go-Area für Bitcoin-Startups werden?

Strengere Regeln sorgen für Unruhe bei Krypto Start Ups


Mit dieser Änderung sollen allerdings auch EU-weite Regulierungen der virtuellen Währungen erfolgen, dies würde auch die Online-Wallets betreffen und dadurch eine Gefahr für sämtliche Anleger in Deutschland darstellen. Ist dadurch die Zukunft der Kryptowährungen in der EU gefährdet?

 

Wird die EU zur No-Go-Area für Bitcoin-Startups?

Die EU-weite Regulierung von virtuellen Währungen wurde durch eine Pressemitteilung der EU-Kommission verkündet und ist teil des EU-Action-Plans gegen Terrorfinanzierungen und Geldwäsche. Der Anstieg an terroristischen Aktivitäten in den letzten Jahren hat die Kommission dazu veranlasst strengere Regulierungen der Kryptowährungen zu planen, obwohl die Kommission dies im Januar noch abgelehnt hatte. Mit dem neuen Anti-Geldwäsche-Gesetzen sollen sämtliche Plattformen und Anbieter von Treuhand-Konten, die mit der digitalen Währung agieren den Direktiven zur Anti-Geldwäsche unterstellt werden. Die Kunden, die hinter den Transaktionen mit digitalen Währungen stehen, sollen kontrolliert werden und den Status der Anonymität verlieren. Laut der EU-Kommission lasse sich nur so eine weiter Finanzierung des Terrors und der Geldwäsche verhindern.

 

Die Direktive zur Anti-Geldwäsche

 

Die Vierte EU-Direktive zur Bekämpfung der Geldwäsche soll nach dem Willen der EU-Kommission sämtliche Bitcoin-Firmen und Online-Wallets vorstehen und diese kontrollieren. Damit stellte die Vierte Direktive eine hohe Verschärfung der bisherigen Direktiven dar und würde einen erheblichen Einschnitt in die Welt der Kryptowährungen und ihrer Anleger bedeuten. Um dies zu verdeutlichen, schauen wir uns zunächst die Regelungen der dritten Direktive an, die momentan in kraft ist und durch die Vierte verschärft werden soll.

 

wo kann man mit bitcoins zahlen ?

 

Die Dritte Direktive schreibt vor, dass:

 

1. Bezahlungen jeder Art nur bis maximal 15.000 Euro als Bargeldbezahlung erlaubt sind, jeder Betrag darüber, muss mittels einer Entität, wie beispielsweise einer Bank erfolgen.

2. Unternehmen, wie Finanzdienstleister, Anwälte, Notare, Makler und Kasinos als “verpflichtete Entitäten” anzusehen sind und das diese ihren Pflichten als Entitäten nachkommen müssen.

3. Diese Entitäten haben unter anderem die Pflicht Rechenschaft über ihre Kunden abzulegen, sie müssen ihre Kunden zweifelsfrei identifizieren und dies auch verifizieren.

4. Sämtliche Transaktionen eines Kunden einer Entität müssen von der Entität selbst beobachtet und protokolliert werden.

5. Ein Verdacht auf illegale Aktivitäten, wie Geldwäsche und Terrorfinanzierungen, durch die Kunden, umgehend von den Entitäten bei den Behörden gemeldet werden muss.

 

Unter der Vierte Direktive würden diese Bedingungen deutlich schärfer ausfallen. Die wichtigsten Änderungen wären:

 

1. Die Bargeldbezahlungen wären nur noch bis 7.500 Euro erlaubt.

2. Zu den Unternehmen, welche als verpflichteten Entitäten angesehen werden, würde dadurch auch die gesamte Glücksspielbranche zählen, ebenso wie alle Bitcoin-Unternehmen.

3. Zu Punkt 3 gibt es keine Änderung, die bestehenden Richtlinien bleiben geltend

4. Zu Punkt 4 gibt es keine Änderung, die bestehenden Richtlinien bleiben geltend

5. Zu den Meldepflichtigen Verdachtsfällen würden nun auch Steuervermeidungen gehören.

 

Besonders die Änderung unter Punkt 2, die besagt, dass auch Bitcoin-Unternehmen zu den verpflichteten Entitäten zählen, würde eine Regulierung des Kryptomarktes durch die EU bedeuten. Tritt dies in Kraft, müssen einige der Kryptowährungsunternehmen entweder den europäischen Raum verlassen oder schließen.

Bitcoin-Startups würde dies besonders hart treffen, den die meisten großen Anbieter achten bereits auf Gesetze zur Verhinderung von Geldwäsche und Terrorfinanzierung, kleine Startups müssten jedoch das europäische Gebiet verlassen, da diese die geforderten Leistungen als Entität nicht stemmen können. Dies könnte allgemein dem Kurs des Bitcoins und der vieler anderer Kryptowährungen langfristig schaden.

 

Jetzt mit dem Iota handel starten

Kommentar schreiben

Kommentare: 0