Japanisches Unternehmen Fujitsu baut Blockchain Zentrum in Europa

Fujitsu investiert in Blockchain

Japanisches Unternehmen Fujitsu baut Blockchain Zentrum in Europa

 

Die Distributed Ledger Technologie (DLT) beziehungsweise Blockchain sind Ansätze, die einen wahren Technologie-Boom bei den großen Unternehmen der Welt ausgelöst haben. Die größten Vertreter – Amazon, Google und Microsoft – suchen bereits fieberhaft nach weiteren Möglichkeiten, um die durch Kryptowährungen bekanntgewordenen Technologien einzusetzen. Denn auch wenn niemand genau weiß, wo das alles eigentlich enden wird, sind alle großen Unternehmen davon überzeugt, dass hier ein Durchbruch in der virtuellen Welt gelungen ist. Sogar Vertreter wie Volkswagen, Bosch oder Continental, die eigentlich auf dem Hardware-Markt anzutreffen sind, interessieren sich brennend für die neuen Möglichkeiten und investieren hohe Summen in die kurz- und langfristige Forschung. Nun ist auch Fujitsu in dieses Wettrennen eingestiegen und hat direkt ein eigenes Zentrum bauen lassen. Ob noch weitere Investitionen zum Beispiel in Deutschland folgen ist ungewiss.

 

 

Der Elektronikriese Fujitsu investiert in Blockchain Technik
Der Elektronikriese Fujitsu investiert in Blockchain Technik

 

Ein neues Industrie-Zeitalter

 

Das japanische Unternehmen hat weltweit mehr als 156.000 Mitarbeiter und ist ein wahrer IT-Gigant. Trotzdem hat es sich dazu entschlossen, das neue Blockchain Innovation Center nicht etwa in Tokio zu erbauen, sondern lässt Forschung, Entwicklung und Innovationen in Brüssel durchführen. In einer offiziellen Stellungnahme ließ das Unternehmen zur Eröffnung des Zentrums verlauten: „Diese neuen Technologien revolutionieren die Art und Weise, wie Kunden und Unternehmen Waren und Service kaufen, verkaufen und transportieren. Darüber hinaus bieten sie vollkommen neue Businessfelder, die in der Service- und Herstellungsindustrie angesiedelt sind. Blockchain kann zum Beispiel im Transportwesen, in den Verteilungsnetzwerken oder sogar in öffentlichen Funktionen und Zwecken wie bei den „Smart Contacts“ oder bei Dokumenten zur Identifizierung von persönlichen Daten eingesetzt werden. Dadurch wird alles automatisiert und gleichzeitig so anonym wie möglich gehalten.“

 

Laut Fujitsu möchte das Unternehmen vor allem im Bereich der „Smart Cities“, also automatisierter und moderner Städte, neue Innovationen entwickeln. Der japanische IT-Riese geht davon aus, das bis 2050 bis zu 66 Prozent der gesamten Weltbevölkerung in urbanen Stadtgebieten leben wird – das entspricht 2,5 Milliarden mehr Menschen als dies im Moment der Fall ist. Entsprechend wichtig werden Neuerungen bei der Planungen von Städten, aber auch bei Fragen der Infrastruktur sein. Soziale, demografische und ökonomische Faktoren müssen dabei unbedingt berücksichtigt werden. Zudem werden Länder und Kommunen mit wachsenden Problemen bezüglich Natur und Umwelt konfrontiert werden. Auch hier sollen die Smart Cities weiterhelfen können. Damit dies allerdings möglichst effektiv funktionieren kann, müssen nach Fujitsu Technologien wie Blockchain und Co noch weiter ausgebaut und erforscht werden. Diesbezüglich erhoffen sich die führenden Köpfe hinter diesem Projekt innerhalb der nächsten Jahre erste große Durchbrüche. Ob dies jedoch realistisch ist wird wohl erst die Zukunft zeigen.

 

Agreement Ledger

 

Das Agreement Ledger bezeichnet ein digitales Wirtschaftsbuch, welches keiner offiziellen Regelung von Staaten unterliegt. Eine Vertragspflicht für dieses Agreement Ledger gibt es ebenso nicht. Alle Vereinbarungen, welche zwischen zwei Parteien getroffen werden, sind in diesem Buch dokumentiert. Diese Parteien können Einzelpersonen, Firmen oder auch Gesellschaften sein. Die Vereinbarungen wurden im Einverständnis beider geschlossen und dienen einem bestimmten und angestrebten Ziel. Es gibt dabei keinen Leiter, welcher Regelungen festlegt. Die gesamte Funktionsweise des Agreement Ledger ist selbst organisiert und basiert auf dem Vertrauen der einzelnen Parteien.

 

Wo findet das Agreement Ledger eine Verwendung?

 

Dieses moderne Wirtschaftsbuch findet beispielsweise in der Blockchain eine typische Verwendung. Der Entwickler der jeweiligen Kryptowährung legt in diesem Fall alle Regelungen weiter und muss dadurch entstandene Einnahmen und Ausgaben an zuständige Behörden, wie beispielsweise Finanzämter, weitergeben.


Grundlagen Blockchain

Datenspeicherung auf der Blockchain

 

Die Blockchain bezeichnet ein dezentrales und öffentliches Buchungssystem, welches die Grundlage für nahezu alle Kryptowährungen bildet. Jede bestätigte Transaktion wird in diesem Netzwerk abgespeichert und ist transparent einsehbar. Sämtliche digitale Wallets können mithilfe der Blockchain Kontostände berechnen und analysieren. Die Datenbank ist für jeden Nutzer identisch.

 

Bestätigte Transaktionen

 

Jede getätigte Transaktion muss durch das Netzwerk der Blockchain bestätigt werden. Die Nutzer der Plattform akzeptieren die korrekten Transaktionen, insofern sie vom Inhaber des Coins autorisiert sind. Diese Transaktionen können dann mit einem neuen Block verbunden werden. Ungültige Blöcke werden von diesem Nutzer direkt aussortiert.

 

Sicherheit der Blockchain

 

Die speziell entwickelte Kryptografie stellt die chronologische Reihenfolge und die Integrität einer Blockkette sicher. Die Transaktionen jeder Kryptowährung, welche die Blockchain nutzt, werden dort abgespeichert. Die Entwickler bringen der öffentlichen Blockchain ein sehr hohes Vertrauen entgegen, da dieses Hauptbuch Manipulationen verhindert und Fälschungen unmöglich macht.

Wer einen einzelnen Block in dieser Kette zu ändern, zu löschen oder zu manipulieren versucht, ist gezwungen, auch alle nachfolgenden Blöcke zu verändern. Alle zehn Minuten wird der Blockkette ein neuer Block hinzugefügt, was es unmöglich macht diese Kette zu verfälschen.

 

Bestätigung einer Blockchain Transaktion

 

Das Netzwerk hinter der Blockchain führt die Bestätigungen von getätigten Transaktionen aus. Dabei wird die zu bestätigende Überweisung von dem jeweiligen Netzwerk geprüft und verifiziert. Eine Rückabwicklung und ein möglicher Betrug werden durch diese Funktionsweise nahezu unmöglich gemacht.

 

Bei dieser Prüfung wird insbesondere der Public Key abgefragt. Dieser besteht aus einer individuellen und klar identifizierbaren Kombination aus aufeinanderfolgenden Buchstaben und Zahlen. Er ersetzt die klassische Weise einer Wohnadresse, Kontonummer oder E-Mail-Adresse. Um ein rationelles Arbeiten möglich zu machen, wird dieser oft als QR-Code weitergegeben. Die Transaktion wird dann bestätigt, wenn sie in einem Block und in jedem darauffolgenden gespeichert wird. Die Höhe des überwiesenen Geldes entscheidet darüber, wie viele Blöcke als sicher gelten.

Autor der gesamten Texte: http://www.contentworld.com/authors/profile/19542/

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