Ethereum-Upgrade "Constantinople"


Vitalik Buterin berichtet über den Inhalt

Kryptowährungen und Blockchain Technologie stoßen auf immer mehr Interesse der breiten Öffentlichkeit. Das Verständnis im Kern nimmt zu und der Bedarf an Hintergrundwissen zum Thema steigt. Der Krypto-Hype ist entgegen erster Annahmen nach wie vor ungebrochen und so erfreut es viele, dass die Entwickler von Ethereum ein neues Upgrade entwickelt haben. Die Entwicklungs-Roadmap von Ethereum wird um ein weiteres Kapitel ergänzt. Immer mehr vereint sich die zugrunde liegende Technologie mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und Verbesserungen aus der Community. Vitalik Buterin berichtete etwas detaillierter im Rahme des Core Devs Meeting #43 über das Ethereum 2.0, wie er es nennt. 

 

Bei Ethereum handelt es sich nicht um ein Produkt

Vielmehr ist es eine Entwicklung, die mal schnell und auch mal langsam vonstattengeht. Wichtige Änderungen in der Architektur von Ethereum werden noch Jahre brauchen, um vollends einsatzfähig zu sein. Der Mitbegründer von Ethereum erklärt weiter, dass sich nach wie vor alles um drei grundlegende Probleme dreht. Eines davon konnte im Zuge des neuen Codes umgesetzt werden und wird im Oktober zur Verfügung stehen. 

 

1 von 3 grundlegenden Problemen scheint gelöst

Schon seit 2015 versucht Ethereum die Plattform zu einem Sprungbrett umzuarbeiten. Und zwar zu einem Sprungbett für die Internet-Technologie der nächsten Generation.

 

Verbesserungsvorschläge konnten User auf der GitHub Webseite (https://github.com/ethereum/EIPs/pull/955/files) einreichen. Zwei Ethereum-Verbesserungsvorschläge (EIPs= Ethereum Improvement Proposals) sind im Upgrade Konstantinopel noch nicht berücksichtigt. 

 

Genauer ausgedrückt handelt es sich um die Verbesserungsvorschläge Nummer 86 und Nummer 96:

 

-Nummer 86: Abstraction of transaction origin and signature, Vereinfachung von Transaktionsursprung und Signatur

-Nummer 89: Blockhash refactoring, Restrukturierung der Block Hash

 

Der genaue Inhalt des Updates ist noch nicht vollständig verifiziert. Fest scheint aber zu stehen, dass die zwei oben genannten Probleme noch nicht gelöst werden konnten. Die fundamentale Innovation der Blockchains sind ihre vertrauenslose Natur. Das bedeutet, es ist jedem erlaubt zu überprüfen, ob sie korrekt funktionieren.

 

Der Nachteil liegt jedoch in der Skalierbarkeit der Blockchains. Die Dezentralisierung in der derzeitigen Version hat einen ungemein hohen Preis, der in dem enormen Stromverbrauch liegt. Alle jemals erzeugten Transaktionen der Blockchain werden auf jedem Knoten in ihr validiert und gespeichert.

 

Jeder Knoten führt alle Berechnungen durch und eine einzelne Transaktion könnte fast 4 amerikanische Haushalte einen Tag lang mit Strom versorgen. Die Skalierungsmaßnahmen hinsichtlich Datenspeicherung, Durchführung der Transaktionen sowie die Geschwindigkeit stellt nicht nur die Ethereum Foundation vor große Hürden bei der zukünftigen Entwicklungsarbeit. 

Ein Upgrade das Ethereum und sein Netzwerk verbessern soll
Das Ethereum Upgrade

Ethereum Virtual Machine EVM steht für Konsenus-Wechsel

Derzeit geht Ethereum einen radikalen Weg und hat eigens das Proof-of-Stake Protokoll Caspar entworfen. Mit ihm werden die Blöcke durch den Besitz von Tokens validiert und nicht durch ihre Rechenleistung wie es Bitcoin macht. Die Umstellung des Konsensus Algorithmus von Proof-of-Work (PoW) auf Proof-of-Stock (PoS) wird damit eingeläutet.

 

In Abhängigkeit des Depots wird entschieden, wer den Block validieren darf. Die Maschinensprache, die dafür verwendet wird, ist Ethereum Virtual Machine EVM. Durch die starke Fokussierung der Kryptwährung auf Smart Contracts, wird die JavaScript-ähnliche Sprache Solidity in Bytecodes umgewandelt und dann auf EVM ausgeführt. Aber auch Bandbreite und Speicherplatz müssen mit steigendem Durchsatz erhöht werden. 

 

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Interessante und weitgreifende Veränderungen mit dem Upgrade

 

Buterin erklärt weiter, dass am Anfang Ethereum lediglich eine allgemeine Plattform für finanzielle Verträge aller Art war. Durch die gestiegene Aufmerksamkeit entwickelten sich die Dinge aber rasant weiter.

 

Hinter Ethereum steht eine Gemeinschaft von Problemlösern, die die Plattform vorantreiben. Auch wenn es erst ein loses Roadmap gibt, sollen bei der angekündigten Implementierung des Upgrades die folgenden Verbesserungsvorschläge einfließen:

 

-der EIP 210 für die Sortierung der Block-Hashes

 

-der EIP 1014 für das Hinzufügen von State Channels

 

-der EIP 1052 für einen neuen Operationscode, der die Interaktionen der Smart Contracts komprimiert

 

-der EIP 145 für die Erhöhung der Geschwindigkeit der Arithmetik (Teilgebiet der Mathematik: Reihentherorie, Kombinatorik und Wahrscheinlichkeitsrechnung) auf der EVM

 

In der zweiten Oktoberwoche soll das systemweite Ethereum-Upgrade Constantinople erfolgen. Eine genaue Blocknummer, bei der der neue Code aktiviert wird, ist bisher nicht bekannt. Das Ethereum Netzwerk wird damit effizienter und kostengünstiger, so Vitalik Buterin bei seiner Ankündigung auf der Core Devs Meeting #43 vergangene Woche. 

 

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